01/01/70
Nicht immer müssen teure Systeme eingekauft werden!
Nach vielen Jahren der Unsicherheit, welche Open-Source Systeme der Lernmanagement-Systeme (LMS) überleben werden, gibt es nun doch einige Systeme, die aufgrund der Verbreitung, der Eminenz für wichtige Kunden (z.B. Bundeswehr) oder aufgrund eines eindrücklichen Technologie-Vorsprungs als gesetzt gelten können.
Wir sehen hierbei folgende Open-Source Systeme:
- Ilias (das einzige Open-Source System weltweit, das momentan schon nach SCORM 2004 zertifiziert ist); an der Universität Köln entstanden, von dort werden auch viele Entwicklungen koordiniert und ein beachtlicher User-Service bereitgestellt. Ferner gibt es einige Unternehmen, die sich sehr positiv in die Entwicklung einbringen. Mehr Infos unter www.ilias.de
- OLAT (u.a. an der ETH Zürich entwickelt, an der TU Graz gibt's ebenfalls Kompetenz; auch der Bildungsserver Sachsen wird darauf betrieben)
- Moodle (dieses System hat sich an deutschen Schulen zum momentanen Standard entwickelt. Für das Universitäts- oder Corporate-Umfeld raten wir jedoch momentan ab.)
- SAKAI: ein aus Australien stammendes, vorzügliches System, das u.a. inoffiziell von Apple empfohlen wird
Aber auch kommerzielle Systeme können in manchen Umgebungen nach wie vor Sinn machen:
- Schenck.de : Früher eher ein Geheimtipp, nun aber auch schon seit 1997/98 stetig weiter verbessert. Hier erscheint uns v.a. ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis zu bestehen. Auch eine Adaption an spezielle Kundenbedürfnisse ist in hohem Maße und sehr effizient möglich. Mehr Infos: www.schenck.de
- time4you: dies ist unserer Meinung nach von den "großen", kommerziellen Systemen die umfassendste. Besonders nachahmenswert: das Konzept der "Application Farm". Dort werden von time4you fast ein Dutzend der wichtigsten Open Source-Projekte, die in E-Learning Szenarien Sinn machen, direkt eingebunden. Dadurch ergeben sich zwei bestechende Vorteile: a.) die Weiterentwicklung ist durch die Open Source Community gesichert und es entstehen weniger "Fremdkosten" für externe Komponenten und b.) können diese Open Source Projekte alle innerhalb eines "Backends" administriert werden. für Klein- und Mittelständler jedoch oft "zu groß" und teuer.
- im-c clix: Die im deutschsprachigen Raum komerziell wahrscheinlich erfolgreichste Plattform; für Klein- und Mittelständler jedoch oft "zu groß" und teuer.
- Fronter: Norwegische Plattform, die seit 2009 zum britischen Pearson Verlagskonzern gehört. Das könnte der kommerzielle "Matchwinner" im Schulsektor werden! Aufgrund der vielen, ergänzenden Werkzeuge könnten jedoch auch Unternehmenskunden und Universitäten Interesse daran finden. Infos unter http:/de.fronter.info
